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WÄDENSWIL  
 

Abfallverordnung

Die Vorsitzende und ein weiteres Mitglied der Sachkommission wehren sich gegen meinen Leserbrief zur Abfall-Vorlage. Dafür habe ich Verständnis, denn die vielen Änderungen im Bericht der Sachkommission beweisen, dass die teilweise in sich widersprüchliche Vorlage äusserst akribisch und sachkundig durchgearbeitet wurde. Ich kritisierte aber, dass die Sachkommission dem Gemeinderat eintreten mit Teilrückweisung beantragt hat, und dass es der Gemeinderat versäumt hat, den Antrag abzulehnen. Auch nach Umsetzung der Änderungen der Sachkommission, die aus meiner Sicht geringfügig sind, bleiben genügend Gründe gegen diese Vorlage. Diese alle aufzuführen überschritt bereits bei meinem ersten Leserbrief die Platzmöglichkeiten. Zusammengefasst sind dies: die Kosten steigen, der Service Public sinkt, Die Gehdistanz ist hoch, Grundgebühren steigen, das Verursacherprinzip wird weiter verwässert und die 5 Kernzonen sind in Wädenswil zusammen mit den Neubauten sehr weitläufig.

Hier meine detaillierten Begründungen:

Die Kostenverteilung UFC: Es wird voraussichtlich zweierlei Sorten UFC geben, solche bei welchen die öffentliche Hand für Unterhalt und Ersatz zuständig sind, andere, bei welchen diese Kosten von den umliegenden Grundeigentümern zu tragen sind. Der Wechsel auf UFC sollen generell nur die umliegenden Grundeigentümer tragen, nicht etwa die Nutzer.

Gebührenverordnung: Die aktuelle, gesetzeskonforme Überwälzung der Kosten mittels Sackgebühr auf die Nutzer wird weiter verwässert. Die bereits heute nicht verursachergerecht berechneten Pauschalen dürfen neu 60 % betragen. Damit werden die m2 bzw. die Zimmerpauschalen deutlich erhöht, was dem Verursacherprinzip diametral entgegenläuft. Mit der Finanzierung über Grundgebühren untergräbt man die lenkende Sackgebühr weiter.

Die Gehdistanz: Es wird aber auch zwei Klassen von Nutzern geben, weil im relativ flachen Zentrum von Wädenswil die Gehdistanz zum UFC zumutbare 100 m betragen soll. Pech haben die Bewohner, welche etwas abseits vom Zentrum von Wädenswil wohnen, tendenziell dort wo es ansteigt. Diesen Bewohnern wird nämlich eine Gehdistanz von 150 m zugemutet, ob es zum UFC bergauf oder bergab geht. Dies als erhebliche Verbesserung von 200m zu feiern, halte ich für übertrieben.

Standorte: Im welchem Stadtgebiet UFC flächendeckend und in welcher Dichte einsetzt werden sollen, ist weder in der Vorlage der Stadt noch im Bericht der Sachkommission klar definiert, weil undifferenziert Kernzonen und Bauzonen durcheinandergebracht werden. Wädenswil hat gemäss Zonenplan 5 Kernzonenarten und 12 verschieden Bauzonen.

Kosten und Bürokratie: Zwei Systeme kosten immer mehr als eines. UFC sind bewilligungspflichtig und aufwändig im Bau, Unterhalt und Kontrolle. Sie ziehen vor, während und nach dem Bau Aufwand in der Verwaltung nach sich. Bürokratie und Kosten steigen.

Kapazität: Die Kapazität erhöht man auch, indem die bestehende Infrastruktur länger genutzt wird. 

 

 

 

 

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Bericht_und_Antrag_Weisung_29.pdf317.66 KB
ZSZ-Leserbrief-Pierre.pdf234.37 KB
ZSZ-Leserbrief-Tom-Koch.pdf288.36 KB
ZSZ-Leserbrief-Charlotte-Baer.pdf232.17 KB
Weisung_29_Revision_der_Abfallverordnung.pdf3.82 MB

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