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WÄDENSWIL  
 

Post Debakel

Der Post Verwaltungsrat entlässt ihren CEO.  Tages-Anzeiger

Die Post ist nicht geführt und nicht kontrolliert, denn nur der Eigentümer kann führen und kontrollieren. Die Post hat über Jahre die falsche Strategie verfolgt. Wann endlich erwacht das Volk und nimmt seine Führungs- und Kontrollverantwortung war? Wenn die Post  jährlich hunderte von Millionen Defizit schreibt?

Ohne Führung kann ein Staatsunternehmen über Jahrzehnte ohne Kontrolle vor sich hin trödeln, ohne Konkurrenzdruck, in der geschützten Werkstatt.

Nun kam der Wettbewerb in Form einer neuen Technologie. Schon 2004 schrieb ich in meimen Buch über die dierekte demokratische Unternehmensführung, dass die Post eines der nächsten Opfer der digitalen Revolution sein würde.  Nun trifft es langsam ein. Die Einnahmen aus der Briefpost brachen weg, während man noch Milliarde schwere Infrastruktur aufbaute.

Die Zeche bezahlen nicht die inkometenten Manager und Verwaltugnsräte sondern der Eigentümer, das Volk.

Pierre Rappazzo

Gemeinderatskandidat Wädenwil

Präsident SORGIM

Das wars, adieu Monsieur Béglé

Medienkampagne hin oder her, Béglé war eine absolute Fehlbesetzung. Ein Konzernchef, der in solche Schwierigkeiten gerät ist der Falsche, dies darf einem gestanden Manager einfach nicht passieren.

Mehr lesen Sie im Blick.

Wirklich nicht?

Denken Sie daran, dass viele grosse Manager in enorme Schwierigkeiten geraten waren und sie überwunden hatten (z.B. Gottlieb Duttwiler, aber auch Christoph Blocher - der Unternehmer, nicht der Politiker). Dass jemand, der verändern will auf Widerstand stösst ist oftmals nicht zu vermeiden. Béglé ist gescheitert, das ist richtig. Ob er - abgesehen von seinem ungeschickten Auftreten - nicht GERADE der richtige für die Post gewesen wäre, werden wir jetzt nie erfahren. Ich sehe, Sie urteilen schnell. Aber Sie müssen auch fair bleiben und Häme ist nun wirklich nicht die richtige Antwort.

Duttweiler und Blocher waren Unternehmer, Béglé nur Manager

Unternehmer wie Duttweiler oder Blocher investieren ihr eigenes Geld und haben somit die Freiheit, zu tun und zu lassen was sie wollen. Bei einem Manager wie Béglé ist das anders. Wenn jemand nicht in der Lage ist, die nicht geschriebenen Gesetze zu erkennen und sich an diese zu halten und trotzdem seine Ziele zu erreichen, dann ist er der Falsche. Ich bleibe dabei.
Bestätigt werde ich in meinem Urteil mit seinem Rücktrittsschreiben. Dieses ist eines Managers unwürdig.

Das ist ja nicht der Punkt

Schwierigkeiten zu überwinden ist nicht das Privileg der Unternehmer (wissen Sie übrigens, dass sowohl Blocher als auch Duttwiler eben NICHT mit eigenem Geld gestartet sind, sondern mit geborgtem...? aber eben, das ist gar nicht der Punkt).

Widerstände zu überwinden ist etwas, dass es in Kunst, Wissenschaft, Management, Politik und vielen anderen Bereichen gibt. Darum ging es mir. Nur weil jemand aneckt muss er nicht im Unrecht sein. Ich gebe zu, dass ich auch froh bin, dass Béglé zurückgetreten ist. Ich glaube auch dass es der falsche Mann war, aber ich bin mir nicht SO sicher, dass ich jetzt voller Häme seinen Abgang bejuble. Es könnte ja auch - strengen Sie dazu bitte Ihre Phantasie an - genau der richtige Mann gewesen sein, wenn er nicht so ungeschickt kommuniziert bzw. seltsame Zahlungen über Dubai abgewickelt und damit seine Position unmöglich gemacht hätte. Verstehen Sie? KÖNNTE, mit einem grossen Fragezeichen, aber immerhin.

Was stört Sie denn an seinem Rücktrittschreiben?

Antwort: Das ist ja nicht der Punkt

Duttweiler und Blocher haben ihr Eigenkapital eingebracht und sich persönlich verschuldet, also ihre ganze finanzielle Zukunft in die Wageschale gelegt. Das sollte man nicht despektierlich "Geld" borgen nennen.
 
Nur um klar zu stellen, ich bin mir auch nicht SO sicher, ob Béglé nicht allenfalls erfolgreich gewesen wäre. Ich hatte aber  grosse Zweifel. Und wenn Zweifel bestehen, dann sollte man das Unternehmen vor den Menschen Verwaltungsratspräsidenten) stellen. Aus diesem Gedanken  folgt die Sicherheit, dass Béglé weg musste.
 
Am Rücktrittsschreiben stört, dass er noch immer uneinsichtig ist und allen anderen die Schuld gibt, nur nicht seinem eigenen Unvermögen.

Das ist ja nicht der Punkt II

Gell, die Bemerkung, dass das nicht der Punkt ist, haben Sie einfach nicht so stehen lassen können... Müssen Sie denn auch immer gleich lehrmeisterhaft qualifizieren? Ich habe nichts Despektierliches gesagt, nur das formuliert was unbestrittene Tatsache ist...

Antwort: Das ist ja nicht der Punkt II

Ich wollte Sie nicht tadeln, denn es ist tatsächlich nicht der Punkt. Meine Kritik geht ja ans System. Jetzt hat Bundesrat Leuenberger einen neuen Hasen aus dem Hut gezaubert. Es kann doch nicht sein, dass Béglé unter 30 Bewerbern in einem langwierigen Ausscheidungsverfahren das Rennen machte und jetzt mit jemandem ersetzt wird, der vor 7 Tagen erst angefragt wurde. Für mich ist dies dermassen absurd, dass ich mich in einem schlechten Film wähne.

Unglaublich die Inkompetenz bei der Einstellung Béglés

In der Sonntagszeitung steht, dass keine Referenzanfrage beim letzten Arbeitgeber Béglés erfolgte.
Grossen Unternehmen fehlt es an Kontrolle durch die Eigentümer. Die Politik ist auch nicht für diese Kontrolle geeignet, wie wir sehen. Eine Möglichkeit, die noch nicht erforscht ist, ist die direkte Unternehmensdemokratie.

Keine Referenzanfrage

Nur so nebenbei: man darf keine Referenzauskünfte ohne Einverständnis des Bewerbers einholen. Wahrscheinlich wurde Béglé nach Referenzen gefragt und der hat dann wohl seinen Vorgesetzten bei der Deutschen Post aus guten Gründen nicht angegeben. Das kann auch schon etwas aussagen, das ist schon klar, aber oft gehören halt zwei dazu, dass es nicht funktioniert. Möglich auch, dass er nicht wollte, dass seine Bewerbung im Vorfeld beim bisherigen Arbeitgeber schon bekannt wird.

Vielleicht wurde wirklich nicht gründlich gearbeitet bei der Rekrutierung, vielleicht hat aber auch die Sonntagszeitung einfach nicht fertig recherchiert. Man muss nicht gleich auf jede Headline aufspringen - schon gar nicht bei der Sonntagspresse.

NB: mir passt Béglé auch nicht, aber nicht, weil er Unruhe in den VR der Post bringt, sondern weil er eine Strategie anstrebt, die zu stark und zu blind auf Wachstum im Ausland setzt. Aber noch hat er ja nichts Konkretes vorgelegt, warten wir doch mal, bis wir was zu sehen kriegen.

es scheint man hat nicht korrekt gearbeitet

Für einmal sind sich die Politiker von links bis rechts einig. Bei der Auswahl Béglés wurde geschlampt. Beispielweise sagte Verena Diener, die grünliberale Zürcher Ständerätin zum Tagesanzeiger  «Die fehlenden Referenzen werfen ein schlechtes Licht auf Leuenbergers Arbeit».

Noch keine Klarheit

Nur weil sich alle Politiker einig sind, heisst das noch lange nicht, dass die Faktenlage klar ist. Im Gegenteil, wenn ein Politiker/eine Politikerin sich öffentlich äussert, darf man oft nicht alles zum Nennwert nehmen, die eigene Profilierung kann eine Rolle spielen und das Parteibuch sowieso. Ich bin einfach dafür, dass man den Sachverhalt ordentlich abklärt, beide Seiten anhört und sich nicht einfach auf Aussagen abstützt von Personen, die im Grunde die Details auch noch gar nicht kennen.

Es ist einfach immer gleich einen Verantwortlichen zu suchen und ihn zu bashen, das werden Sie eines Tages auch noch erleben, wenn Sie gewählt sind. Und sicher würden Sie in einem vergleichbaren Fall, der Sie betrifft auch wollen, dass man Ihre Seite auch hört. Noch habe ich nichts Offizielles gelesen oder gesehen und ich nehme an, dass das in den nächsten Tagen geschehen wird. Dann kann man sicher besser urteilen - hoffe ich zumindest.

Ihre Meinung gefällt mir

Sehr geehrter Gast, Ihre Meinung gefällt mir. Bleiben Sie dieser Seite weiterhin treu. Für mich bildet diese Diskussion auch Meinungsbildung. Auch wenns nicht immer ganz so rüberkommt.

Guter Einwand

Ihr Einwand ist berechtigt, danke, insbesondere dann wenn Béglé tatsächlich bei der Einstellung noch bei der Deutschen Post arbeitete. Die Sonntagszeitung hätte den Bundesrat mindestens um eine Stellungnahme anfragen müssen, was sie offenbar nicht tat, sonst hätte sie es geschrieben.
Der Vorwurf und die Anstellungsumstände werden sich in den nächsten Tagen klären, warten wir ab.

Moritz Leuenberger trägt keine Schuld

Der Tagesanzeiger schreibt Moritz Leuenberger ignorierte Warnungen. Aber er ist der falsche, um die Post zu führen. Er ist Politiker, ein linker Jurist, auch die brauchts, aber er hat nie eine ökonomische Ausbildung genossen. Das System hat Schuld. Wir dürfen nicht dem Bundesrat die Führung der Bundesbetriebe überlassen, es braucht dazu ein eigenes Parlament und direkte Unternehmensdemokratie. Und damit wir uns nicht auf Experimente hinauslassen, sollten wir mit der Migros schon mal üben. Mehr dazu unter SORGIM.ch

Béglés ist Geschichte

Für einmal teile ich die Meinung der SP, die Post ist ein Schweizer Staatsbetrieb, der in der Schweiz sein Geld verdient. Auslandabenteuer haben da nichts verloren.

Da enden die Gemeinsamkeiten aber. Den Service Public mit einer Postbank quersubventionieren, ist falsch. Die Briefpost muss sich selber finanzieren, das Briefmonopol aufzuheben, erachte ich als falsch. Vielmehr muss die Effizienz und der interne Wettbewerb erhöht werden.

Aber das Fiasko zeigt einmal mehr, nur der echte Eigentümer kann Verantwortung übernehmen, und der ist Moritz Leuenberger oder die Politik nicht. Eigentümer der Post ist die Schweizer Bevölkerung. Darf ich an dieser Stelle wieder einmal Werbung für den Verein SORGIM machen. Dieser Verein setzt sich für die direkte Demokratie gemäss Duttweilers Vorgaben in der Migros ein.


Wollen wir BR Leuenberger als obersten Chef der Post?

Es kann doch nicht sein, dass Bundesrat Leuenberger die Post führt?
Der Tages-Anzeiger schreibt: "Die Verwaltungsräte berichteten Leuenberger, eine Zusammenarbeit mit dem Romand sei schwierig. Doch der Postminister hatte kein Gehör und liess das Gremium abblitzen, dies bestätigt der damalige Verwaltungsratspräsident Anton Menth auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz." 
Pierre Rappazzo in den Gemeinderat, damit er in der GLP mehr Einfluss erhält, um solche Missstände zu beseitigen.

Briefpost quersubventionieren --> NEIN

.....und jetzt höre ich, dass die Post, die Briefpost mit Postfinance quersubventionieren will. Das ist ein grosser Fehler!


Grünliberale Partei Wädenswil
c/o
Pierre Rappazzo
Gartenstrasse 9
8820 Waedenswil
G: +41 44 722 29 49