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UBS Boni

Im Tagesanzeiger steht: "Der weit verbreitete Eindruck, dass die Banken aus der Krise zu wenig gelernt haben, führt aber möglicherweise doch noch zu schärferen Gesetzesvorschriften. Im laufenden Ringen um das neue Aktienrecht, das die Aktionäre stärken und so Hürden für überrissene Managerlöhne aufbauen will, haben FDP und CVP im Ständerat griffige Instrumente gestrichen. Jetzt ist im März der Nationalrat an der Reihe. SVP-Chefstratege Christoph Blocher hat bereits angekündigt, wenn die Vorlage nicht wieder Zähne bekomme, werde seine Partei die weiter reichende «Abzocker-Initiative» des Unternehmers Thomas Minder unterstützen."

CVP und FDP schützen ihre Klientel


....und die CVP und FDP schützen ihre Klientel noch immer, anstatt dem blocherschen Aktienrechtsrevisionsvorschlag, die Zähne zurück zugeben. Parteispenden hin oder her, die Rücksichtsnahme auf die Geldgeber ist ein riesen Fehler.
....und die SVP "zäuselt" im Heu. Die Abzockerinititiative hat grosse Mängel, die Drohung mit dieser ist äusserst gefährlich. Was, wenn CVP und FDP dies als Grund nutzen, die SVP in die Falle laufen zu lassen! Ungeheuerlich, aber sie könnten es tun.
Weiteres zum Thema im Tagesanzeiger

Ja, hier ist einiges im Argen

Aber im Grunde könnte das ganz einfach gelöst werden, wenn niemand mehr in Aktien von Unternehmen investiert, die überrissene Löhne oder Boni zahlen. Nur sind den Aktionären Kursgewinne und Dividenden (also das eigene Portemonnaie) eben noch wichtiger als gegen überrissene Lohnzahlungen ein Zeichen zu setzen. Man kann auch verantwortungsbewusst investieren und trotzdem sein Erspartes absichern. Würden das mehr Leute machen, würden die VRs schon darauf reagieren...

Eigentümer haben heute de facto keine Rechte

Es ist eben nicht so einfach. Die überrissenen Löhne, sind nicht das Problem sondern Symptem des tatsächlichen Problems: fehlende Führung und fehlende Kontrolle.
Führen und kontrollieren kann nur der Eigentümer, beispielsweise wie Sie vorschlagen über den Verkauf der Aktien. Nur in der Praxis können dies auch Sie nicht. Beispielsweise investiert die AHV oder Ihre Pensionskasse Ihr Geld ohne Sie zu fragen und eine ander Pensionskasse können Sie nicht wählen.
Diese Institutionellen spannen mit dem VR zusammen, so dass anwesende Aktionäre immer nur ein Bruchteil der Stimmen ausmachen.

Ich habe wenigstens einen Vorschlag - und Sie?

Nun, nur weil ein bewusstes Investieren nicht gleich ALLE Probleme löst, heisst das doch nicht, dass man das nicht tun soll. Es gibt immer Möglichkeiten etwas zu bewegen. Organisationen, Einzelaktionäre oder auch Ethos machen das seit Jahren und haben dafür gesorgt, dass das überhaupt ein Thema geworden ist. Man kann z.B. darauf achten, wer in die Gremien seiner Pensionskasse gewählt wird oder sich selber engagieren. Selbständige und KMUs haben hier ebenfalls Möglichkeiten Dinge zu beeinflussen.

Wenn Sie die Institutionellen erwähnen: was gibt Ihnen denn die Gewissheit, dass die sich - wenn sie die Möglichkeit hätten sich einzumischen - dies auch tun würden? Nachher wären womöglich einfach die hohen Löhne und Boni durch GV-Beschluss bzw. passives Verhalten legitimiert! Der Börsenkurs ist neben dem Reingewinn die markigste Grösse um Unternehmen zu einer Handlungsveränderung zu bewegen. Sorgen wir also dafür, dass dieser bei Unternehmen mit unanständigem Verhalten in den Keller rauscht - dort wo wir können direkt und dort wo es nicht geht halt indirekt. Machen wir Druck auf alle Institutionen, die unser Geld verwalten es verantwortungsbewusst zu investieren. Damit gehen wir nicht nur die Probleme mit den hohen Managerlöhnen an, sondern bewirken auch sonst eine Menge Verbesserungen in unserer Welt. Wir sollten versuchen dies aus eigener Kraft, ohne noch mehr Gesetze schaffen. Das konnten wir schon gestern tun, nicht erst heute.

Aber sagen Sie doch mal was gemacht werden sollte, damit ich weiss wo Sie stehen.

Stärkung der Eigentümer

  1. Ich setze mich als Präsident von SORGIM für die direkte Demokratie der MIGROS ein. Die direkte Unternemehmensdemokratie wurde von Gottlieb Duttweiler erfunden und der Migros in die Statuten geschrieben. Die Verwaltung hat über die Jahrzehnte diese aber unterdrückt und die Macht übernommen. Sollte diese Führungsmethode halten, was sie verspricht, hätten wir einen erfolgreichen Ansatz, unsere Banken, Energiekonzerne, Post, SBB oder Swisscom erfolgreicher zu führen.
  2. Weiter bin ich für die Umsetzung des von Bundesrat Ch. Blocher vorgeschlagenen Aktienrechtsreform. In dieser werden die Eigenümer sehr gestärkt. Leider haben CVP und FDP dieses neue Aktienrecht wieder verwässert. Der Verdacht liegt nahe, dass Rücksicht auf Parteispender genommen wird. Ich hoffe, dass die GLP noch nicht eingebunden ist.
  3. Freie Wahl der Pensionskasse. So können Sie als Arbeitnehmer, Ihre Verantwortung übernehmen. Der Aktienkurs ist langfristig vom guten Management abhängig. Ich bin überzeugt, dass der Arbeitnehmer diesen Zusammenhang honoriert.

Meine These lautet, je höher der Lohn desto schlechter ist das Unternehmen geführt. Ich investiere erfolgreich schon lange nicht mehr in Unternehmen mit hohen Managerlöhnen.

Gut so!

SORGIM kenne ich zwar nicht (Migros rückwärts?), mit der Unternehmensdemokratie bin ich aber vorsichtig. Ich habe es am eigenen Leib erlebt, wie Mitarbeitende ihr eigenes Unternehmen zu Grunde richten. Nicht jeder ist überall kompetent und trägt die gleichen Risiken. Richtig ist aber auf jeden Fall, dass die EIGENTÜMER, also die Aktionäre, die ihr Geld investieren und riskieren, bei den AGs was zu sagen haben. Und das ist heute noch sehr limitiert.

Mit der Aktienrechtsreform und der freien Wahl der PK sind Sie voll auf meiner Wellenlänge. Mal sehen was die CVP jetzt als Gegenvorschlag zur Minder-Initiative bringt.

Antwort auf "Gut so!"

Zur Präzisierung. Bei SORGIM handelt es sich nicht um eine Demokratie der Arbeitnehmer sondern eine Demokratie der Eigentümer. Sie geht etwas weiter als das neue blochersche Aktienrecht und somit viel weiter als das jetzige Aktienrecht. Hauptunterschied ist, dass neben demVerwaltungsrat durch die Eigentümer (Genossenschafter) ein Parlament gewählt wird und Abstimmungen durchgeführt werden.  Sehen Sie mehr dazu hier: Migros-Demokratie


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