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Nein zum Kauf vom Rütihof durch die Stadt für CHF 22 Mio.

Mit Verwunderung musste die GLP-Fraktion das Durchwinken des Kaufs dieses Grundstückes durch des Gemeinderates Wädenswil zur Kenntnis nehmen. Ein solches Projekt sei gemäss Aussagen der Kommissionspräsidentin und des Stadtpräsidenten einmalig in der Schweiz. Wenn diese Innovationskraft in unserer Stadt auch die GLP erfreut, darf man die damit entstehenden hohen Risiken nicht ausser Acht lassen. Der sorgenfreie Aktivismus wirkt beängstigend.  

Das Argument, dass die Stadt nur mit dem Kauf dieses Landes einen weiteren unnötigen Einkaufstempel verhindern könne, ist einfach falsch. Tatsächlich lässt sich die Entwicklung über einen Eintrag in der BZO und oder mit einem Gestaltungsplan bestens lenken. Allerdings wurde diese Möglichkeit sowohl beim Lidl als auch beim Zürichsee Center von den damaligen Stadtexponenten sträflich unterlassen. Und nun wollen Stadt- und Gemeinderat den einen Fehler beim Rütihof mit einem anderen, viel grösseren Fehler „heilen“, was der Anfang eines grossen vom Steuerzahler zu bezahlenden Desasters werden könnte.

Dabei wäre es so einfach gewesen, die Risiken einzudämmen. Eine rechtlich selbständige Baugesellschaft, ausgestattet mit einem Eigenkapital der Stadt, hätte das Risiko des Steuerzahlers auf eben jenen Betrag beschränkt. Nach dem gemeinderätlichen Entscheid ist das finanzielle Risiko noch nicht einmal richtig abschätzbar. Der Gemeinderat hat einen Blankocheck unterschrieben, welcher in den nächsten Jahren vom Steuerzahler berappt  werden muss.

Einmal mehr muss festgestellt werden, dass eine ortsplanerische Gesamtsicht fehlt. Diesen Fehler versucht man mit Pflästerli zu heilen, der Grundstückkauf ist ein weiteres Ergebnis dieser verfehlten Politik des Stadtrates. Wann wird die Entwicklung des ganzen Stadtgebietes mit einem professionellen Team erarbeitet und dem Stimmvolk zur Genehmigung vorgelegt?

Die GLP ist für eine klare gesamtheitliche, finanziell tragbare Standortförderung. Die bedeutet Schaffung von optimalen Bedingungen für mittelständischen Wohnungsbau und für den Bildungsstandort. Die GLP erachtet eine aktive Gewerbeförderung äusserst wichtig. Dies bedeutet tiefe Steuern, Abschaffung von bürokratischen Unsinnigkeiten und anderen unnötigen Hindernissen. Standortförderung bedeutet aber niemals Liegenschaftsspekulationen, welche mit Blankochecks bezahlt werden.

Stadtrat will  Wädenswil heimlich zubetonieren

Die Einwohnerzahl von Wädenswil soll in den nächsten 15 Jahren um bis zu 20 % wachsen. Um für diese über 4000 Personen Platz zu schaffen, wird das einheimische Gewerbe  ins Gebiet Rütihof/Neubühl umgesiedelt.  Alle Grünflächen zwischen International School und Autobahn werden Gewerbezonen. Tennisplätze, Gemüseäcker und die Schrebergärten verschwinden. Beton wird dort oben und im Stadtzentrum, vor allem in den ehemaligen Gewerbeliegenschaften eine goldene Zukunft haben.

Dies steht in der sogenannte Raumentwicklungsstrategie (RES) Über einer Strategie sollten allerdings langfristige Entscheide der Gemeinde stehen. Diese können wiederum nur unter Einbezug der Bevölkerung und des Gemeinderates gefällt werden. Die RES ist demnach maximal eine Wunschkatalog des Stadtrates. Leider widerspricht im Rat aber niemand wenn dieser RES als Grundlage für die Luftschlösser der Stadt hinhalten muss.

Ich fordere deshalb den Stadtrat auf, dem Souverän diese Zubentonierungsstrategie endlich offen und ehrlich darzulegen und darüber demokratisch im Volk abstimmen zu lassen. Die GLP wird weiterhin gegen ungebremstes Wachstum und das vorsätzliche zubetonieren von Wädenswil ankämpfen.

 

 

Stimmverhalten der GLP im Gemeinderat

Die GLP Gemeinderäte waren sich leider nicht einig. Zwei waren gegen den Rütihof  einer dafür. Der gemeinsame Nenner war 3 Enthaltungen, leider. Auch 2 Nein und 1 Ja hätte man genau so wenig kommunizieren können.

Rütihof

Nur eines Vorweg, auch ich bin gegen den Rütihof und werde ein "nein" in die Urne legen. Ich frage mich nur, wieso die GLP plötzlich gegen den Rütihof ist. Im Gemeinderat wurde meines Wissens die Vorlage ohne Gegenstimme durchgewunken (eine Stimmenthaltung ist keine Gegenstimme!!). Wenn die GLP schon gegen das Projekt ist, warum also ein solches Verhalten??? Haben die Gemeinderäte der GLP etwa nicht den Mumm nein zu sagen?? Eine Partei, die nicht zu Ihrer Meinung stehen kann, hat m.E. nichts in der Politik zu suchen. Viele Grüsse, Roger Häusler


Grünliberale Partei Wädenswil
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