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WÄDENSWIL  
 

Wädi quo vadis

Bauland in Wädenswil wird zu Ende gehen. Die Frage ist doch nur wie und wann. Mein Vorschlag lautet, lassen wir es jetzt proaktiv zu Ende gehen, dadurch positionieren wir Wädenswil langfristig besser, als wenn wir warten bis alles überbaut ist. Beispielsweise gehören viele Rebberge in Wädenswil zur Reservezone. Wenn wir der Entwicklung ihren freien Lauf lassen, werden diese bald überbaut sein.

Wädenswil hat jetzt eine ideale Grösse. Wenn wir in 10 - 15 Jahren sehen, nachdem wir die bestehenden Bauten ideal ausgenützt haben, dass Wädenswil noch mehr Einwohner aufnehmen kann, können wir sehr wohl aus der Position der Stärke und gut überlegt wieder Land einzonen.

Die Forderung nach einem Neubaustopp, Bau- und Reservezonen der öffentlichen Hand (Bund, Kanton, Stadt) in "Nicht-Bauzonen" zu wandeln, wird in der Praxis nicht vollständig umzusetzen sein. Wenn wir es jetzt aber verpassen, aktiv die bestehende Zonenordnung in Frage zu stellen, wird es morgen zu spät sein.

 
Kritik:
Die Grünliberalen haben wie die meisten Parteien die Personenfreizügigkeit befürwortet. U.a. als Folge davon wächst die Zürcher Bevölkerung mit aktuell fast 2% pro Jahr. Zudem weitet sich der verbrauchte Wohnraum pro Kopf ständig aus.

Pierre Rappazzo:
Auch ich bin für die Personenfreizügigkeit und genau weil die Bevölkerung zunimmt, müssen wir uns überlegen, wie wir die Schweiz am Besten bebauen. Wir haben in der dicht bebauten Fläche im Millionen Zürich, insbesondere um den See grosse Reserven, die aufgrund überholter Gesetze brachliegen. Wir können verdichteter bauen und wohlüberlegt höher bauen. In Wädenswil am Zürichsee ein Hochhaus zu bauen, erachte ich als nicht wohl überlegt.

Kritik:
Wo sollen all die Leute wohnen wenn jeder die Meinung verträte seine Stadt sei voll, weil der Verkehr zu und die Naherholungsgebiete abnehmen?

Pierre Rappazzo:
Wie oben geschrieben, bestehen noch genügend Reserven in den bebauten Flächen. Zudem wird jetzt in der Stadt Zürich höher gebaut, was ich sehr befürworte. Um den Zürichsee, sollte man vorsichtig sein mit Neubauten.

Kritik:
Ich möchte Sie um etwas mehr Solidarität mit Bewohnern von weniger begüterten Gemeinden bitten.

Pierre Rappazzo:
Bezüglich Solidarität bin ich Ihrer Meinung und befürworte eine schweizerische Lösung, so dass alle im lokalen, regionalen und kantonalen Wettbewerb gleich lange Spiesse haben. Als liberaler Geist bin ich aber auch für den Wettbewerb unter den Gemeinden. 

Als Gemeinderat in Wädenswil überlege ich mir, wie können wir Wädenswil optimal positionieren. Dazu gehört neben dem moderaten Steuersatz, der geografischen Lage, den hervorragenden Leistungen der Gemeinde auch die Bevölkerungsdichte, die Gründfläche oder der Stressfaktor im Verkehr. Vom Wettbewerb unter den Gemeinden profitieren auch die weniger begüterten Gemeinden einerseits durch den Finanzausgleich und andererseits, indem durch den Wettbwerb das Gesamtniveau gesteigert wird.

Momentan kandidiere ich für den Gemeinderat in Wädenswil und würde mich in dieser Funktion für einen Neubaustopp und die Erhaltung der Grünflächen in Wädenswil stark machen. Bei den Kantonsratswahlen wäre meine Postition dieselbe für den Kanton wie jetzt in Wädenswil.
 

Diskutieren Sie mit, schreiben Sie hier Ihrem Kommentar oder senden Sie mir eine Email an pierre.rappazzo@glp-waedenswil.ch.

Bevölkerungswachstum

Man sollte Wädenswil, Richterswil und Horgen in die Stadt Horgen-Wädenswil eingemeinden. Zusammen lässt sich die Zersiedelungsproblematik viel besser lösen. Auch der Genossenschaftliche Wohnungsbau kann man so besser steuern.

Seit 2007..

Seit 2007 wohnen Sie also in Wädenswil.. Super!
Und nun, 2 (!) Jahre später, wollen Sie keine weiteren Zuzüger mehr,
die die Qualität von Wädenswil auch erfahren dürfen?
Ziemlich arrogant! Vor allem den anderen Schweizer Gemeinden gegenüber.
Die Schweizer Bevölkerung wächst und wächst. Daran können Sie nichts ändern.
Aber Hauptsache, niemand kommt nach Wädenswil? Oder sowieso in keine ländliche Gemeinde?
Was für ein elitärer Gedanke! Neu-Zuzügler gehören in die Stadt? Suuuper!
Macht das Land dicht! Ausländer in die Stadt! Und Stadt-Geborene sowieso!
Pfui, Herr Rappazzo, PFUI!

Antwort auf Seit 2007....

Das Niveau Ihrer Replik spricht für sich. Ich antworte trotzdem. Ich schreibe nirgends gegen Neuzuzüger sondern für die Erhaltung der bestehenden Grünflächen. Wie Sie in einer anderen Antwort lesen, wohne ich in einem 100 jährigen Haus, das steht also schon 100 Jahr dort! Also wo ist die Diskrepanz zwischen Neubaustopp und meinem Zuzug? Weiter werden viele alte, hässliche und energetisch schlechte Häuser durch neue moderne ersetzt.  Ich verstehe Ihre Entrüstung deshalb nicht.
Noch ein Wort zum Bevölkerungswachstum. Obwohl ich, aus verschiedenen auch strategischen Gründen, für die Personenfreizügigkeit bin, kann man diese auch bewusst mit anderen Mitteln (Neubaustopp) etwas erschweren. Das eine spricht nicht gegen das andere!

Hochhäuser in Wädenswil

Dass nicht jede Grünfläche überbaut werden soll, da stimme ich Ihnen zu. Aber bestehende, alte und zum Teil auch sehr grässliche Bauten soll man mit Neuem ersetzen (verdichtet und dann halt auch in die Höhe): auch in Wädenswil. Wädenswil darf und soll gesund wachsen.

Hochhäuser in Wädenswil

Da finden wir uns. Alt und grässlich weg und höher ist für mich ok., einzig das geplante Hochhaus in Seenähe, ist vom Ort und der Höhe (jetziger Planungsstand) unangemessen.

Wissen Sie nicht, was

Wissen Sie nicht, was geschichtlich hinter dem Spruch "Das Boot ist voll" steht und wieviele Menschen für diese Schweizer Einstellung sterben mussten? Mit solch ausländerfeindlichen Sprüchen auf Stimmenfang zu gehen finde ich übel, auch wenn man über das Anliegen Qualität statt Quantität diskutieren könnte.

Der Titel ist gefährlich

Ich stimme diesem Hinweis zu. "Wädenswil ist voll" ist keine übliche Redensart, sondern erinnert - ob gewollt oder ungewollt - an das Ausländerfeindliche "Das Boot ist voll". Ein Hinweis darauf, dass sich aus dem Zusammenhang erschliesst worum es genau geht, zeigt nur wie sorglos Sie mit dieser Headline umgehen. Schade, denn Fehler können passieren, aber mangelnde Sesibilität und Uneinsichtigkeit sind keine Attribute für Politiker, die ich unterstützen kann.

Wer hat einen treffenderen Slogan für mich?

Die Aussage Wädenswil ist voll, hat offensichtlich nichts mit Ausländerfeindlichkeit oder dem Begriff "das Boot ist voll" zu tun. Mindestens nach dem Hinweis 21'000 Einwohner sind genug, sollte auch jedem klar sein, es geht um die Frage, wie und wo soll Wädenswil noch wachsen.
Ich habe auch schon nach einem anderen Slogan gesucht, diesen aber nicht gefunden. Deshalb wer hat mir einen besseren Slogan für mein Anliegen?

Kritik per Email

mit grosser Verblüffung bin ich auf die Seite "Wädenswil ist voll" gestossen. Eigentlich habe ich ja Ihre Biografie gesucht, aber ich fand keine. Ich fand aber ein Bericht über Sorgim der Migros. http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2004/nr07/Schweiz/5095.html ein Artikel aus der WOZ vom Jahre 2004. Anscheinend haben Sie da ja noch nicht mal in Wädenswil gewohnt....wenn ich richtig lese?? Sondern in Thalwil. Also sehe ich das richtig, sie wurden weder reformiert noch konfirmiert in Wädenswil, sie sind irgendwann mal zugezogen...und wenn ich , die ich 22 Jahre gross geworden und die Wädenswiler Schulen besucht habe, wiedermal da wohnen möchte, dann komme ich auf eine Liste?? Nein dass finde ich gar keine gute Idee !!!
 
Wenn Sie politisch zuwenig zu tun haben, machen Sie sich doch besser für die Gleichstellung der Frauen stark...und lassen Sie doch Wädi, Wädi sein.
 

Antwort auf Kritik per Email

Danke für Ihre Kritik, die ich gerne beantworte.

Wir wohnen seit 2007 in Wädenswil, ich bin also ein Neuzuzüger aus Thalwil. Ich habe aber vor hier zu bleiben, deshalb kauften wir auch ein Häuschen (100 jährig) in Wädenswil. Zu meiner Familie gehören meine Frau und zwei Kinder im Alter von 3 und 1. Sie sollen hier aufwachsen und ihre Heimat finden. Auch deshalb setze ich mich für ein schönes, sicheres und erfolgreiches Wädenswil ein.

Meine Erfahrungen aus Thalwil zeigen, wie schnell ein wohnliches angenehmes Dorf in die zweitdicht besiedelte Stadt des Kantons mutieren kann. Viel Lebensqualität ging innert kürzester Zeit verloren. Wädenswil steckt mitten in der gleichen Entwicklung. Diese Erfahrung bringe ich hier ein und setze mich für die Erhaltung von Grünflächen ein, bevor sie zu gebaut sind. Das heisst ja nicht, dass Sie keine Wohnung mehr in Wädenswil finden, wenn Sie zurück wollen. Es wird immer auch Leute geben die wegziehen oder sterben. Die natürliche Fluktuation wird erhalten bleiben. Zudem soll ja durch die bessere Ausnützung der bestehenden Bauten noch weiterer Wohnraum entstehen. Wer Willens ist, wird immer eine Wohnung in Wädenswil finden.

Gleichstellung der Frau:

Meines Erachtens sind Frauen heute sogar im Vorteil, würden sie die Möglichkeiten nutzen, sie tun es aber häufig nicht. Ein Beispiel. Anlässlich unseren monatlichen grünliberalen Parteiversammlung kommen auf 7 Herren 1 Frau, das gleiche gilt wenn es darum geht für ein Amt zu kandidieren. Umgekehrt, wenn Parteimitglieder zu freiwilligen Arbeit aufgerufen werden, erscheinen mehr Frauen als Männer.

Mein Schluss daraus ist, dass die Gleichstellung weit vorangeschritten ist, diese von den weiblichen Mitgliedern unserer Gesellschaft aber noch nicht ausgenutzt werden. Vielleicht wollen sie nicht, vielleicht verläuft der Prozess langsamer als von vielen erwartet.


Grünliberale Partei Wädenswil
c/o
Pierre Rappazzo
Gartenstrasse 9
8820 Waedenswil
G: +41 44 722 29 49